NACHRICHTEN 
 
Folgend finden Sie aktuelle Nachrichten der NADA. Neuigkeiten und wichtige Hinweise veröffentlichen wir auch alle zwei Monate im Newsletter, zu dem Sie sich unter folgendem Link kostenlos anmelden können: http://www.nada.de/de/nada/aktuelles/.
 
 
NADA organisiert Wettkampfkontrollen im Kanusport

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) führt ab sofort für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) auch die Wettkampfkontrollen durch. Erstmals übernahm die NADA am Wochenende die Kontrollen bei den Qualifikationswettkämpfe für die Nationalmannschaft. Damit haben nun 27 Verbände die Wettkampfkontrollen auf die NADA übertragen.

Ziel der NADA ist es, ein einheitliches System von Trainings- und Wettkampfkontrollen zu etablieren. Die NADA arbeitet seit Übernahme der ersten Wettkampfkontrollen im Jahr 2008 daran, alle Dopingkontrollen in Deutschland durchzuführen. Lag der Anteil der von der NADA organisierten Wettkampfkontrollen zu Beginn noch bei 4,6%, so liegt er nun bei rund 20%. Mit einem zentral geführten Wettkampf-Kontroll-Management können Synergien von Trainings- und Wettkampfkontrollen besser genutzt werden.
Datum: 14.04.2014
 
 
NADA und DOKR/FN verlängern Vertrag um 3 Jahre

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) und die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)/das Deutschen Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) haben ihren Vertrag zur Durchführung der Trainingskontrollen bei Pferden um drei Jahre verlängert. Damit kontrolliert die NADA die Pferde außerhalb des Wettkampfes auch in der Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro, Brasilien.

Die Vereinbarung zwischen DOKR/FN und der NADA wurde im April 2011 geschlossen. Daraufhin hat die NADA für das neue Aufgabengebiet im Februar 2012 eine Veterinärmedizinerin eingestellt und ein Kontrollsystem für Trainingskontrollen bei Pferden aufgebaut. Im November 2012 fanden die ersten Kontrollen statt. Finanziert wird dieses Programm durch das DOKR. Kontrolliert werden Kaderpferde der olympischen Disziplinen Springen, Dressur und Vielseitigkeit außerhalb des Wettkampfs. Die Vorgaben für die Kontrollen sind im "Standard für die Durchführung von Medikationskontrollen bei Pferden im Training" festgeschrieben. Dieser beruht auf den Vorgaben des Nationalen Anti Doping Codes (NADC) und den Bestimmungen der Leistungs- und Prüfungsordnung für den nationalen Turniersport (LPO).

Die NADA führt zudem seit mehreren Jahren die Trainings- und Wettkampfkontrollen der Reiter in den olympischen Disziplinen durch. Die Kontrollen der Pferde im Wettkampf liegen weiterhin in der Zuständigkeit der FN.
Datum: 11.04.2014
 
 
Hans Sarpei unterstützt NADA-Initiative für sauberen Sport

Hans Sarpei unterstützt ab sofort die Initiative "ALLES GEBEN, NICHTS NEHMEN" der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA). Der ehemalige Fußballspieler setzt sich als Botschafter damit für fairen Wettbewerb, transparente Erfolge und für ehrliche Ergebnisse ein. Sarpei spielte in der Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg, bei Bayer Leverkusen und Schalke 04. Er wurde 2011 mit Schalke 04 Deutscher Pokalsieger und nahm als ghanaischer Nationalspieler an der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika teil.

Der Startschuss für die Initiative fiel am 28. Januar 2014 mit einer Pressekonferenz in Berlin. Unterstützt wird die NADA dabei auch von weiteren namhaften Spitzensportlern. IOC-Mitglied und Athletenvertreterin Claudia Bokel, Stabhochspringerin Silke Spiegelburg, Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma, Langläufer Tobias Angerer, Boxer Wladimir Klitschko, Sprinter Heinrich Popow und Beachvolleyballer Jonas Reckermann zeigen Flagge für den sauberen Sport.

Seither hat die NADA unterschiedliche Aktionen für die saubere Leistung gestartet. Sie stellte die Initiative beim Ball des Sports in Wiesbaden und bei den Olympischen Spielen in Sotschi vor. Die ersten 100 Initiativ-Shirts hat die NADA verlost und in den letzten Wochen viele Bilder von Unterstützern erhalten. Mit einer Plakat-Aktion mit den Botschaftern Anni Friesinger-Postma und Wladimir Klitschko macht die NADA derzeit in Berlin, Bonn, Dresden, Köln, München, Dortmund, Essen und Oberhausen auf die Initiative aufmerksam. Mit Unterstützung der Firma Otto Bock belegt die NADA zudem mit allen sieben Botschaftern den Crossbanner im Berliner Hauptbahnhof.

Weitere Informationen zur Initiative finden Sie auf der Website www.alles-geben-nichts-nehmen.de.
Datum: 07.04.2014
 
 
NADA mit Plakat- und Spenden-Aktion für sauberen Sport

Im Rahmen der Initiative "ALLES GEBEN, NICHTS NEHMEN" hat die NADA eine Plakat-Aktion gestartet. Derzeit hängen großformatige Plakate der Botschafter Anni Friesinger-Postma und Wladimir Klitschko in Berlin, Bonn, Dresden und Köln. Ab dem 4. April hängen die Motive dann auch in München, Dortmund, Essen, Oberhausen. Durch die Unterstützung der Firma Otto Bock belegt die NADA zudem mit allen sieben Botschaftern der Initiative den Crossbanner am Berliner Hauptbahnhof bis Ende Mai 2014.

Der Startschuss für die Initiative fiel am 28. Januar 2014 mit einer Pressekonferenz in Berlin. Unterstützt wird die NADA dabei von namhaften Spitzensportlern. IOC-Mitglied und Athletenvertreterin Claudia Bokel, Stabhochspringerin Silke Spiegelburg, Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma, Langläufer Tobias Angerer, Boxer Wladimir Klitschko, Sprinter Heinrich Popow und Beachvolleyballer Jonas Reckermann zeigen Flagge für den sauberen Sport.

Seither hat die NADA unterschiedliche Aktionen gestartet. Sie stellte die Initiative beim Ball des Sports in Wiesbaden und bei den Olympischen Spielen in Sotschi vor. Die ersten 100 Initiativ-Shirts hat die NADA verlost und in den letzten Wochen unzählige Bilder von Unterstützern des sauberen Sports erhalten. Mit den Plakaten startet die NADA ab dem 4. April zudem ein neues Gewinnspiel. Von den Aktionen der Initiative berichtet die NADA regelmäßig auf der Initiativ-Website http://www.alles-geben-nichts-nehmen.de/die-initiative/unsere-aktionen/ und auf ihrer Facebook-Seite www.facebook.com/NADA.Deutschland. Und wer kein Shirt gewonnen hat, der kann dieses auch gegen eine Spende bei der NADA erhalten. Mehr Infos finden Sie auf der Initiativ-Website www.alles-geben-nichts-nehmen.de/deine-unterstuetzung/

In der nächsten Woche startet wieder eine neue Aktion: Neugierig bleiben - mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten!
Datum: 04.04.2014
 
 
NADA-App jetzt auch mit Kölner Liste

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) baut ihr mobiles Angebot weiter aus. In Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Rheinland integriert die NADA die Kölner Liste in die NADA-App.

Die Kölner Liste enthält Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM), die auf Dopingsubstanzen getestet wurden. Sie reduziert die Gefahr für Athleten, in eine Dopingfalle zu geraten. Denn NEM können dopingrelevante Substanzen enthalten und zu positiven Dopingtests führen. Allerdings weisen sowohl die Kölner Liste als auch die NADA explizit darauf hin, dass das Risiko von Verunreinigungen oder Fälschungen durch dopingrelevante Substanzen selbst bei den Produkten der Liste lediglich minimiert, aber nicht ausgeschlossen werden kann. Die Kölner Liste stellt auch keine Empfehlung dar, Nahrungsergänzungsmittel zu konsumieren - die NADA rät generell davon ab, ohne Indikation und Absprache mit den behandelnden Ärzten oder den Ernährungsberatern an den Olympiastützpunkten regelmäßig zu NEM zu greifen, und weist u.a. in ihren Angeboten unter www.gemeinsam-gegen-doping.de auf Alternativen wie z.B. eine sportartgerechte Ernährung hin.

Die neue App ist ab sofort als iOS-Variante im App-Store erhältlich. Die Android-Version folgt in den kommenden Tagen.
Datum: 31.03.2014 
 
 
«Born to Run» nun auch für Android-Nutzer

Das von den Anti-Doping-Organisationen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland für die Dopingprävention entwickelte Spiel "Born to Run" ist ab sofort auch für Android-Phones und -Tablets erhältlich. Für die Android-Version wurde das Spielerlebnis nochmals verbessert und das "Mobile Game" ist nun im Google Play Store kostenlos erhältlich.

Im Jahre 2048 dominiert die "International Roof Running League" (IRRL) das internationale Sportgeschehen. Hoch über den Dächern der Metropolen werden jede Woche knallharte Rennen ausgetragen. Die Rangliste wird von demjenigen angeführt, der die größtmögliche Strecke zurückgelegt hat. Neben den Wettkämpfen muss der Protagonist auch Trainingseinheiten absolvieren oder sein Wissen unter Beweis stellen.

Jeder Spieler hat es selbst in der Hand, "clean" zu bleiben und hart zu trainieren oder auf verbotene Substanzen zurückzugreifen, um seine Leistungsfähigkeit, auf Kosten seiner Gesundheit, kurzfristig zu steigern. Wie bei Leistungssportlern auch, können die Spieler überraschend zur Dopingkontrolle aufgefordert werden. Gedopte Spieler verlieren selbstverständlich ihre Punkte, ihr Name wird auf www.roofrunning.com auf einer "Wall of Shame" aufgelistet und sie werden für eine gewisse Zeit gesperrt.

Ziel des gemeinsam entwickelten Spiels ist Information und Aufklärung. Es wurde speziell für Athletinnen und Athleten der Altersklasse 12-18 Jahre konzipiert. Das "Mobile Game" setzt auf einen spielerischen Zugang, um die Gefahren und Folgen von Doping bei Jugendlichen zum Thema zu machen und ihr Wissen zu fördern.

Das Spiel kann kostenlos im Google Play Store (https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.feinheit.games.BornToRunDE&hl=en) sowie im iTunes Store (https://itunes.apple.com/de/app/born-to-run-de/id655020710?mt=8) herunter geladen werden. Ein Trailer zum Spiel finden Sie auf Youtube http://www.youtube.com/watch?v=um-Opf0xAlk&amp.
Datum: 24.03.2014 
 
 
ADAMS-App jetzt auch als Android-Version erhältlich

Ab sofort steht auch die Android-App des Meldesystems ADAMS der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) zur Verfügung. Die ADAMS-App für iPhones kann bereits seit Anfang Dezember 2013 genutzt werden.

Mit der App soll der Umgang mit ADAMS für die Athleten erleichtert werden. Die App ermöglicht die Eingabe der Aufenthaltsorte von unterwegs und die Änderung der Daten zu jeder Zeit. Unter anderem können Athleten mit der App ihren Kalender einsehen, Aufenthaltsorte ändern, Reisen eintragen, Adressen ändern und die Erinnerung zur Eingabe der Aufenthaltsorte direkt auf dem Smartphone erhalten.

Die App ist derzeit nur in Englisch verfügbar und ist im Google Play Store unter folgender Adresse erhältlich: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.cgi.nl.whereabouts.android

Auf der WADA-Website finden Interessierte einen User-Guide zur Nutzung der App: http://adams-docs.wada-ama.org/display/EN/ADAMS+Mobile+App+-+IOS . Bei Fragen stehen die Mitarbeiter des Ressorts Doping-Kontroll-System zur Verfügung.
Datum: 06.03.2014 
 
 
Attestregelung für Nicht-Testpool-Athleten präzisiert - TUE-Pflicht auch im Ligabetrieb

Das Regelwerk zu den Medizinischen Ausnahmegenehmigungen (Therapeutic Use Exemptions/TUE), kurz TUE-Standard, ist überarbeitet worden. Der TUE-Standard regelt das Verfahren, nach dem Athleten aufgrund einer Erkrankung eine Ausnahmegenehmigung für den Einsatz verbotener Substanzen oder Methoden beantragen können. Testpool-Athleten müssen dies immer im Vorfeld und mit ausreichendem Vorlauf tun. Die TUE-Pflicht besteht darüber hinaus auch für Angehörige von Mannschaftssportarten, deren Ligen eine entsprechende Vereinbarung mit der NADA getroffen haben, so z.B. im Eishockey, Fußball oder Handball. Athleten erfahren bei ihrem Verband, ob es für Ihre Sportart eine solche Übereinkunft und damit TUE-Pflicht gibt. Diese betrifft nämlich alle Spielerinnen und Spieler eines Teams, nicht nur Mitglieder einer Nationalmannschaft, die als Individuum einem Testpool angehören.

Die jetzigen Änderungen im TUE-Standard, die seit 1. März gelten, betreffen in erster Linie Nicht-Testpool-Athleten, die an nationalen Wettkampfveranstaltungen in Deutschland teilnehmen. Hier wurde die entsprechende Attest-Regelung präzisiert, siehe dazu auch die Abschnitte 5.8 – 5.11. Der geänderte TUE-Standard ist seit 1. März zu finden unter: TUE Standard 2014 (Stand: 28.2.2014).
Datum: 04.03.2014 
 
 
NADA hält Schiedsvereinbarungen für zulässig und rechtswirksam

Zur Rechtsprechung des Landgerichts München I im Fall von Claudia Pechstein zur Unwirksamkeit von Schiedsklauseln im Sport ist die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) anderer Rechtsauffassung. Entgegen der Auslegung des Gerichts ist die NADA überzeugt, dass Schiedsvereinbarungen zwischen einem nationalen oder internationalen Verband und einem Kadersportler zulässig und rechtswirksam sind und die Schiedsgerichtsbarkeit im Allgemeinen rechtsstaatlichen Grundsätzen entspricht.

Schiedsvereinbarungen oder Schiedsklauseln in Athletenvereinbarungen im Sport und vor allem im Bereich der Dopingbekämpfung dienen der Sicherstellung einheitlicher und unabhängiger Sportrechtsprechung. Der internationale Schiedsgerichtshof CAS in Lausanne ist der maßgebliche Rechtskörper für die internationale Sportrechtsprechung – nicht nur in Dopingstreitigkeiten. Die nationalen und internationalen Spitzenathleten erkennen die Entscheidungsgewalt des CAS in Dopingstreitigkeiten dadurch als verbindlich an, dass sie sich dem Welt-Anti-Doping Code (WADA-Code) unterwerfen. Der WADA-Code gilt als maßgebliches, weltweites Anti-Doping-Regelwerk. Nicht nur die Dopingverbotstatbestände sondern auch der Rechtsweg wird von der WADA – (sportrechts-)verbindlich – vorgegeben. Der NADA-Code setzt die wesentlichen Bestimmungen des WADA-Codes in Deutschland um.

Die NADA vermisst in den Ausführungen des Landgerichts München I zur Unwirksamkeit von Schiedsvereinbarungen die Auseinandersetzung mit nationalen und internationalen Vorgaben der Anti-Doping-Regelwerke. Die ordnungsgemäße Einhaltung und Umsetzung des WADA-Codes setzt voraus, dass letztinstanzlich der CAS entscheidet. Im Falle der „Wahlfreiheit“ der Athleten, ob sie den Schiedsgerichtsweg beschreiten wollen oder nicht, kommt es zwangsläufig zu einer partiellen Inkompatibilität mit dem WADA-Code.

Eine teilweise „non-compliance“ mit dem WADA-Code hat nicht nur zur Folge, dass sich der nationale Spitzensport in Deutschland von den weltweit einheitlichen Regelungsvorgaben im Anti-Doping-Bereich verabschiedet. Im Ergebnis wäre Deutschland in einem wesentlichen Punkt vom WADA-Code abgewichen.

In der Konsequenz dürften Athletinnen und Athleten, die sich dem Anti-Doping-Regelwerk (partiell) nicht mehr unterwerfen, auch nicht mehr an internationalen Sportwettkämpfen teilnehmen, die die Anerkennung der Schiedsgerichtsbarkeit fordern.

Die NADA wird in den nächsten Wochen und Monaten alles dazu beitragen, um mit Experten in entsprechenden Gremien Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Maßgeblich sind weiterhin der Dialog mit den Athleten und die Aufklärung über Sinn und Zweck sowie den Inhalt solcher Vereinbarungen.
Datum: 27.02.2014 
 
 
Hinweise zum Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln

Aus aktuellem Anlass weist die NADA noch einmal auf den Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) hin. Die Gefahren für Athletinnen und Athleten durch gefälschte oder verunreinigte NEM sind bekannt. Je nach Herkunft können verbotene Substanzen gezielt beigefügt worden sein oder als Rückstände beim Abfüllprozess in Präparate gelangen. Auf Grund dieser Gefahren warnt die NADA grundsätzlich vor der Einnahme von NEM.

Eine sportartgerechte Ernährung ist auch für Leistungs- und Hochleistungssportler in der Regel ausreichend, um den Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. In vielen Fällen glauben Sportlerinnen und Sportler, dass erhöhte Nahrungsanforderungen bestehen und diese nur mit Hilfe von NEM abzusichern sind. Dies kann gelegentlich vorkommen, z.B. in Sportarten mit sehr hohem Energieumsatz und langen Belastungszeiten in Training und Wettkampf, bei Auslandsaufenthalten in Ländern mit geringen Hygienestandards oder bei einseitiger, kalorienreduzierter Ernährung. In jedem Fall sollte eine Verwendung von solchen Präparaten immer in Absprache mit Ernährungsberatern und/oder Ärzten durchgeführt werden.

Wird auf derartige Produkte nicht verzichtet, gibt es – unabhängig von der NADA – die Möglichkeit, sich beispielsweise über die Sportverbände, die Olympiastützpunkte (OSP) oder auch online über bestimmte NEM zu informieren. In Deutschland bietet die so genannte „Kölner Liste“ des OSP Rheinland Herstellern die Möglichkeit zur Selbstauskunft. Sie nennt auch Produkte, die mindestens einmal am Zentrum für präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln unabhängig getestet wurden, www.koelnerliste.com. Die Veröffentlichung eines Produktes auf einer derartigen Seite bedeutet jedoch nicht, dass das Produkt grundsätzlich frei von Verunreinigungen sein muss. Es bedeutet lediglich, dass das Dopingrisiko minimiert ist, denn es können auch einzelne Chargen verunreinigt sein. Die Einschätzung des Dopingrisikos bleibt beim Sportler selbst.

Ausführliche Information: http://www.nada.de/de/medizin/nahrungsergaenzungsmittel/
Datum: 26.02.2014 
 
 
CAS-Urteil im Fall Sinkewitz

Das von der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) angestrengte Verfahren gegen den Radprofi Patrik Sinkewitz endete vor dem Internationalen Sportschiedsgericht (CAS) mit einer achtjährigen Sperre für den Athleten. Bei dem Radsportler wurde im Februar 2011 in einer Dopingkontrolle das rekombinantes Wachstumshormon (hGH) nachgewiesen. Dabei handelt es sich um einen Zweitverstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen, nachdem er bereits 2008 wegen nachgewiesener Einnahme von Testosteron für ein Jahr gesperrt worden war.

"Wir sind froh, dass das lange und komplizierte Verfahren nun abgeschlossen wurde", sagte Dr. Lars Mortsiefer, Chefjustitiar und Vorstandsmitglied der NADA. "Die Entscheidung bestätigt unsere Rechtsauffassung, von der wir nie abgewichen sind. Es ist auch ein Beweis dafür, dass es sich lohnt, in der Anti-Doping-Arbeit einen langen Atem zu haben."

Das Deutsche Sportschiedsgericht (DIS) hatte Patrik Sinkewitz am 19. Juni 2012 zunächst freigesprochen. Der Schiedsrichter kam damals zu dem Ergebnis, dass die Verlässlichkeit der von der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) festgelegten Grenzwerte für hGH nicht ausreichend belegt sei. Die NADA war mit diesem Urteil nicht einverstanden und hatte Einspruch beim CAS eingelegt.
Datum: 24.02.2014
 
 
Statement zum Dopingfall „Methylhexanamin“ in Sotschi

Methylhexanamin gehört zur Gruppe der Stimulanzien und ist ausschließlich im Wettkampf verboten. Häufig wird Methylhexanamin in Nahrungsergänzungsmitteln gefunden, die für extremen Fettabbau (engl. Fatburner) oder auch Muskelaufbau werben.

Es ist seit langem bekannt, dass immer wieder verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel entdeckt werden. Die NADA warnt deshalb seit Jahren generell vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln im Sport. Sie weist in allen Präventionsveranstaltungen mit Athletinnen und Athleten auf diese Gefahren hin, genauso bei Informationsveranstaltungen mit Verbands- und Sportärzten. Öffentlich hatte die NADA erstmals 2010 vor der Verunreinigung mit Methylhexanamin gewarnt, zuletzt erneut im Oktober 2013. "Wir erwarten von Spitzensportlern, dass sie diese Gefahr einschätzen können und die Warnungen ernst nehmen", sagte NADA-Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Gotzmann. Zudem rät die NADA dringend von der oft übertriebenen Nutzung verschiedenster Nahrungsergänzungsmittel ab, selbst wenn sie ausschließlich erlaubte Substanzen enthalten.

Im Fall der verbotenen Substanz Methylhexanamin sind ernst zu nehmende Nebenwirkungen bekannt. Neben gesundheitsgefährdenden Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System wie Blutdruckanstieg, der zu Kurzatmigkeit, Brustenge und möglicherweise Herzinfarkt und Hirnblutung führen kann, traten in einem Fall nach der Einnahme eines Methylhexanamin-haltigen Nahrungsergänzungsmittels eine akute Hepatitis sowie weitere Leberschädigungen auf. Daher warnt die NADA grundsätzlich vor der Einnahme derartiger Präparate.

Die Substanz Methylhexanamin ist auch unter verschiedenen anderen Namen zu finden: 1,3-Dimethylamylamin; Dimethylpentylamin; Geranamin; Forthan; Floradren; Geraniumöl; Geraniumwurzelextrakt; 4-Methyl-2-hexanamin; 4-Methyl-2-hexylamin; 2-Amino-4-methylhexan und Pentylamin.
Datum: 21.02.2014 
 
 
Warnung: Nahrungsmittel in Mexiko und China mit Clenbuterol belastet

Aufgrund mehrerer Clenbuterol-Fälle in jüngster Vergangenheit warnt die NADA erneut vor Clenbuterol-belasteten Nahrungsmitteln in Mexiko und China. Bereits 2011 hatten Untersuchungen des Manfred-Donike-Instituts und des Zentrums für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln eine erhöhte Gefahr der unbeabsichtigten Aufnahme des verbotenen ß2-Agonis­ten Clenbuterol durch den Verzehr von Fleischprodukten in Mexiko und China festgestellt. Als Grund für die Kontaminationen von Nahrungsmitteln in China und Mexiko wird der miss­bräuch­liche Einsatz von Clenbuterol als Wachstumsbeschleuniger in der Viehzucht angesehen. In Europa und Nordamerika gelten Fleischprodukte auf Grund der strengeren gesetzlichen Vorgaben und entsprechender Überwachung als sicher.

Grundsätzlich ist jeder Athlet selbst dafür verantwortlich, dass er seinem Körper keine Substanz zuführt, mit der er positiv getestet werden kann. Die NADA möchte unbeabsichtigtes Doping vermeiden und rät deshalb zu höchster Sensibilität bei der Ernährung, insbesondere in diesen Ländern.

Die Untersuchungen der Kölner Wissenschaftler aus dem Jahr 2011 wies in Urinproben von Reisenden unmittelbar im Anschluss an den Aufenthalt in den o.g. Ländern, deutlich erhöhte Clenbuterol-Werte nach. Alle vor der Reise abgegebenen Urinproben dieser Personen waren Clenbuterol-frei.

In den Anti-Doping-Regularien der WADA gibt es bislang keinen Grenzwert für Clenbuterol. Die in den Untersuchungen festgestellten Konzentrationen würden somit bei Sportlern als positives Doping-Analyseergebnis gewertet. Deshalb rät die NADA bei Reisen nach Mexiko und China zu besonderer Wachsamkeit bei der Ernährung. Weitestmöglich sollte auf den Verzehr von Fleischprodukten verzichtet werden. Vorschläge für konkrete Alternativen zur Deckung des Eiweißbedarfs durch andere, sichere Proteinquellen sollten über die Ernährungsberater der Olympiastützpunkte angefordert werden.
Datum: 19.02.2014
 
 
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