NACHRICHTEN 
 
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Behindertensport unterstützt NADA-Initiative für sauberen Sport

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) macht bei der Initiative "ALLES GEBEN, NICHTS NEHMEN" der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) mit. Dafür hat der DBS seine Nationalmannschaften mit dem T-Shirt der Initiative ausgestattet. Der DBS setzt damit ein klares Zeichen für den sauberen Sport.

Der Startschuss für die Initiative fiel am 28. Januar 2014 mit einer Pressekonferenz in Berlin. Als bekanntes Gesicht des Behindertensports ist Sprinter Heinrich Popow Botschafter der Initiative. Außerdem zeigen IOC-Mitglied und Athletenvertreterin Claudia Bokel, Stabhochspringerin Silke Spiegelburg, Eisschnellläuferin Anni Friesinger-Postma, Langläufer Tobias Angerer, Boxer Wladimir Klitschko, Fußballer Hans Sarpei und Beachvolleyballer Jonas Reckermann Flagge für die saubere Leistung.

Die Fotos der einzelnen DBS-Nationalmannschaften sind auf der Initiativ-Website www.alles-geben-nichts-nehmen.de sowie auf den Social Media-Kanälen www.facebook.com/NADA.Deutschland und www.twitter.com/NADADeutschland zu finden.
Datum: 21.07.2014 
 
 
Achtung vor Nahrungsergänzungsmittel

Aus aktuellem Anlass weist die NADA noch einmal auf den Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) hin. Die Gefahren für Athletinnen und Athleten durch gefälschte oder verunreinigte NEM sind bekannt. Je nach Herkunft können verbotene Substanzen gezielt beigefügt worden sein oder als Rückstände beim Abfüllprozess in Präparate gelangen. Auf Grund dieser Gefahren warnt die NADA grundsätzlich vor der Einnahme von NEM.

Methylhexanamin gehört zur Gruppe der Stimulanzien und ist ausschließlich im Wettkampf verboten. Häufig wird Methylhexanamin in Nahrungsergänzungsmitteln gefunden, die für extremen Fettabbau (engl. Fatburner), Muskelaufbau oder Verbesserung der Sauerstoffkapazität bei harten Belastungen werben. Die NADA weist daher in allen Präventionsveranstaltungen mit Athletinnen und Athleten sowie auf allen Online-Kanälen regelmäßig auf diese Gefahren hin, genauso bei Informationsveranstaltungen mit Verbands- und Sportärzten. Die NADA rät stets von derart beworbenen Mitteln ab. Die Substanz Methylhexanamin ist auch unter verschiedenen anderen Namen zu finden: 1,3-Dimethylamylamin; Dimethylpentylamin; Geranamin; Forthan; Floradren; Geraniumöl; Geraniumwurzelextrakt; 4-Methyl-2-hexanamin; 4-Methyl-2-hexylamin; 2-Amino-4-methylhexan und Pentylamin.

Wird auf Nahrungsergänzungsmittel nicht verzichtet, sollte die Verwendung von solchen Präparaten immer in Absprache mit Ernährungsberatern und/oder Ärzten durchgeführt werden. Nur bei einer defizitären Versorgung oder bei Mangelerscheinungen kann es sinnvoll sein, ein Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen. Die Einnahme ohne Mangelerscheinung kann gesundheitliche Schäden nach sich ziehen, denn Nahrungsergänzungsmittel enthalten Nährstoffe oft in überhöhten Mengen und isolierter Form, teilweise um das 1.000-fache erhöht. Zudem warnt die NADA insbesondere vor der Einnahme mehrerer Nahrungsergänzungsmittel gleichzeitig. Dies kann kontraproduktiv sein, da sich Wirkungen aufheben und es auch schon zu Vergiftungserscheinungen bei Athleten gekommen ist.

Daher rät die NADA dazu, die Einnahme von NEM unbedingt auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen und nur unter professioneller Betreuung zu verwenden. Zudem rät die NADA, anstelle von Nahrungsergänzungsmitteln ausgewählte Präparate mit Arzneimittelzulassung einzusetzen, da für diese die Kontaminationsgefahr sehr gering ist. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen als Lebensmittel einer anderen Kontrolle als Arzneimittel. Vor dem Konsum eines Nahrungsergänzungsmittels sollte unbedingt überprüft werden, ob das gewünschte Produkt von einer unabhängigen Institution auf das Vorhandensein von verbotenen Substanzen getestet wurde. So kann zumindest die Gefahr, ein gefälschtes oder verunreinigtes Produkt einzunehmen, verringert werden.

In Deutschland bietet die so genannte "Kölner Liste" des OSP Rheinland Herstellern die Möglichkeit zur Selbstauskunft. Die Kölner Liste ist seit diesem Jahr auch in der NADA-App integriert. Sie nennt auch Produkte, die mindestens einmal am Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln unabhängig getestet wurden. Die Veröffentlichung eines Produktes auf einer derartigen Seite bedeutet jedoch nicht, dass das Produkt grundsätzlich frei von Verunreinigungen sein muss. Es bedeutet lediglich, dass das Dopingrisiko minimiert ist, denn es können auch einzelne Chargen verunreinigt sein.

Zudem ist vor kurzem die vom DOSB herausgegeben Informationsbroschüre zu Nahrungsergänzungsmitteln erschienen, zu der auch die NADA zwei Artikel beigetragen hat (http://www.dosb.de/fileadmin/fm-dosb/arbeitsfelder/leistungssport/Konzepte/NEM_Broschuere-web_14-7-2014_Doppelseitig.pdf).

All diese Aspekte tragen dazu bei, das durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorhandende Doping-Risiko zu reduzieren. Gänzlich auszuschließen ist es jedoch nicht.
Datum: 17.07.2014 
 
NADA kommentiert neue Verbotsliste 2015

Die Verbotsliste der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) für 2015 wird derzeit erarbeitet. Dafür reicht die NADA bis zum 25. Juli 2014 ihre Kommentare sowie Änderungs- und Verbesserungsvorschläge bei der WADA ein. Bei diesem fachlichen Abstimmungsprozess bringt die NADA ihre umfassende Erfahrungen aus der Praxis ein. Unterstützt wird sie bei der Kommentierung der Verbotsliste insbesondere durch die Mitglieder der beratenden Kommission Medizin, den Experten des Deutschen Olympischen Sportbundes und den Wissenschaftlern der beiden WADA-akkreditierten Labore in Köln und Kreischa.

Die Kommentierung und Überarbeitung der Verbotsliste 2015 war auch Thema bei der jüngsten Sitzung der Beratungskommission Wissenschaft der Monitoring Group im Europarat. NADA-Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Gotzmann, die Vorsitzende der "Advisory Group on Science", leitete diese Sitzung, in der gemeinsam mit den europäischen Partnern ebenfalls Änderungsvorschläge erarbeitet wurden. Diese werden in Kürze über den Europarat bei der WADA eingebracht.

Die Entscheidung, welche Änderungsvorschläge schlussendlich ab dem 1. Januar 2015 in der Verbotsliste aufgenommen werden, trifft die WADA. Die neue Verbotsliste für 2015 wird im Oktober veröffentlicht.

Foto: Matthias Kamber (Direktor Antidoping Schweiz) und Dr. Andrea Gotzmann (Vortandsvorsitzende der NADA) bei der Sitzung der Beratungskommission Wissenschaft der Monitoring im Europarat
Datum: 10.07.2014 
 
 
Xenon und Argon ab 1. September auf Verbotsliste

Die Edelgase Xenon und Argon werden bereits zum 1. September 2014 in die Verbotsliste der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) aufgenommen und nicht erst mit der neuen Verbotsliste, die ab 1. Januar 2015 gültig ist. Die beiden Gase werden in der Substanzunterklasse S2.1. Erythropoese-stimulierende Stoffe, Hypoxie-induzierbarer-Faktor (HIF)-Stabilisatoren und -Aktivatoren beispielhaft aufgeführt, und ihre Anwendung ist somit ab 1. September 2014 jederzeit - innerhalb und außerhalb des Wettkampfes - verboten. Über diese Erweiterung der aktuell gültigen Verbotsliste entschied das Executive Committee der WADA in seiner letzten Sitzung im Mai dieses Jahres.

Xenon wird in seltenen Fällen als Narkosegas eingesetzt, Argon findet als Wirkstoff keine Anwendung, in Deutschland gibt es für dieses Gas keine Arzneimittel-Zulassung.

Bisher veröffentlichte wissenschaftliche Studien zeigen Auswirkungen auf den Hypoxie-induzierbaren-Faktor (HIF) an isolierten tierischen und menschlichen Zellen sowie im Tierversuch. Die missbräuchliche Inhalation von Xenon durch russische Athleten wurde durch Medienberichte im Umfeld der Olympischen Spiele in Sotschi publik. Der Missbrauch dieser Substanzen zu Dopingzwecken kann sich massiv gesundheitsschädigend auswirken. Ein entsprechendes Nachweisverfahren für Xenon mittels Gaschromatographie / Massenspektrometrie wurde bereits am Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelt und kann routinemäßig eingesetzt werden.

Die geänderte Verbotsliste kann ab sofort auch in der deutschen informatorischen Übersetzung auf der NADA-Homepage unter Downloads abgerufen werden.
Datum: 04.07.2014 
 
 
Infostand der NADA aufgestockt

Ein speziell geschultes Team informiert Nachwuchsathleten am NADA-Stand altersgerecht über alle Fragen rund um das Thema Doping. Dieses Team, hauptsächlich speziell ausgebildete Studenten der Sportwissenschaften, hat die NADA nun von bisher 10 auf 19 Personen aufgestockt. Somit kann die NADA jetzt in diesem Jahr bei mehr als 40 Nachwuchs- und Sportveranstaltungen vor Ort sein. Seit 2008 wurden insgesamt rund 250 NADA-Infostand-Einsätze durchgeführt.

Auch in den letzten Wochen war der Infostand nach dem Motto "Gemeinsam gegen Doping" unterwegs. So waren die Teams bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften des Bund Deutscher Radfahrer, bei den Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften des Deutschen Ruderverbandes und in der letzten Woche auch beim Olympic Day des Deutschen Olympischen Sportbundes.

"Junge Athleten über die Folgen und Gefahren von Doping aufklären und sie für den fairen Sport begeistern," das sei ihr Ziel, sagten die beiden Schwestern Sarah und Sepideh Mahrokh, die für die NADA als Ansprechpartnerinnen beim Olympic Day in Köln waren. Sie informierten alle interessierten Besucher am Stand über verbotene Substanzen und Methoden und erläuterten die umfangreiche Anti-Doping-Arbeit der NADA. "Wichtig ist, den jungen Athleten mitzugeben, dass Doping ungesund ist und dem Körper erheblichen Schaden zufügt, auch wenn man zunächst eine Leistungssteigerung erfährt", so die 25-jährige Sarah.

Die Sensibilisierung junger Athleten für die Dopingproblematik ist eine der wichtigen Aufgaben der NADA. Hierfür setzt die NADA unter anderem ihr Wissensquiz ein, das wichtige Anti-Doping-Themen aufbereitet. Außerdem soll das Spiel "Born to Run", das die Nationalen Anti-Doping-Organisationen Österreichs und der Schweiz gemeinsam entwickelt haben, bei Athleten Folgen und Auswirkungen von Doping spielerisch zum Thema machen. Am Infostand in Köln konnten Interessierte "Born to Run" live testen und versuchen, den High-Score zu knacken. "Gesundheit und Spaß sollten beim Sport im Vordergrund stehen", sagte Sepideh Mahrokh: "Erfolg geht nicht über alles. Saubere Leistung im Sport ist unglaublich wichtig, um für Chancengleichheit zu sorgen und die Fairness im Sport zu fördern."

Der Infostand kann von Spitzenverbänden - insbesondere für Nachwuchsveranstaltungen - beim Ressort Prävention der NADA angefragt werden.
Datum: 01.07.2014 
 
 
Zusammenarbeit zwischen NADA und CCVD vereinbart

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) und der Cheerleading und Cheerdance Verband Deutschland e.V. (CCVD) vereinbaren die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Dopingprävention. "Die NADA-Prävention freut sich darauf, gemeinsam mit dem CCVD verschiedene Dopingpräventionsmaßnahmen, wie die NADA-App und die E-Learning-Plattform für junge Athleten anzubieten. Ziel ist es, die sauberen Athleten zu unterstützen und zu schützen," sagte Dominic Müser, Leiter der NADA-Prävention.

Die Dopingprävention wird verstärkt im Ausbildungsbereich der Trainer und Aktiven aber auch auf Veranstaltungen, wie Meisterschaften des Verbandes, präsent sein.

Im Bereich Wettkampfkontrollen wird es eine erste Zusammenarbeit zwischen der NADA und dem CCVD geben, da das Doping-Kontroll-System auf der Europameisterschaft am 28. bis 29. Juni 2014 in Bonn unter der organisatorischen Führung des CCVD durchgeführt wird.
Datum: 24.06.2014
 
 
NADA für Austausch in Kanada

Dr. Christian Völzke, Mitarbeiter im Doping-Kontroll-System der NADA, war zu Gast bei der kanadischen Anti-Doping-Agentur Canadian Centre for Ethics in Sport (CCES). Bei dem mehrtägigen Austausch ging es vorrangig um die internationale Vernetzung, eine intelligente Kontrollplanung sowie die Etablierung des Blutpasses.

CCES ist eine der ältesten Anti-Doping-Organisationen der Welt. Sie wurde 1991 gegründet, damals noch unter dem Namen Canadian Centre for Drug-Free Sport.

Bild 1: Erik Galas (Manager bei CCES, Anti-Doping Intelligence), Cori McPhail (Manager bei CCES, Education and Technology), Paul Melia (CCES Präsident und CEO), Dr. Christian Völzke, (Doping-Kontroll-System der NADA Deutschland) Dan-Thanh Tran (Manager bei CCES, Testing), Carolyn Chmiel (Manager bei CCES, Testing Operations) (Foto: CCES)

Bild 2: Erik Galas (Manager bei CCES, Anti-Doping Intelligence) im Gespräch mit Dr. Christian Völzke zum Thema intelligente Kontrollplanung (Foto: CCES)
Datum: 12.06.2014
 
 
Abschlussbericht der Steiner-Kommission

Die NADA begrüßt den Abschlussbericht der Steiner-Kommission, der mögliche Konsequenzen aus der Studie "Doping in Deutschland" (Kurztitel) aufzeigt und Empfehlungen für die Anti-Doping-Arbeit ausspricht. Die Vorstandsvorsitzende der NADA, Dr. Andrea Gotzmann, war als Expertin in die Steiner-Kommission berufen worden, um ihre Erfahrung aus der aktuellen Anti-Doping-Arbeit mit einzubringen. Dies war insbesondere wichtig, da die Untersuchung der Forschergruppe der Humboldt-Universität Berlin bereits 1990 endete, das Projekt der Universität Münster mit dem Jahr 2007. Sowohl die Gründung von WADA (1999) und NADA (2002), als auch die internationale Etablierung einer Null-Toleranz-Politik wurden in den Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen der Humboldt-Universität nicht berücksichtigt.

Den Bericht finden Sie unter folgendem Link: http://www.dosb.de/de/leistungssport/anti-doping/news/detail/news/dosb_veroeffentlicht_bericht_der_steiner_kommission/
Datum: 11.06.2014
 
 
Jahres-Pressekonferenz der NADA

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hielt am 4. Juni 2014 ihre Jahres-Pressekonferenz ab. Sie stellte den Jahresbericht 2013 vor und gab einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben. Ziel der NADA ist es, das Dopingkontrollsystem zu stärken und fortlaufend zu optimieren, lückenlose Rechtsgrundlagen für die Verfolgung und Sanktionierung von Dopingverstößen zu schaffen, sowie die Präventionsarbeit weiter auszubauen.

Im Jahr 2013 hat die NADA die Blutproben bei den Trainingskontrollen auf die Mannschaftssportarten ausgeweitet. Maßgeblich ist die Übernahme weiterer Wettkampfkontrollen. "Ziel muss ein einheitliches System der Trainings- und Wettkampfkontrollen in Deutschland in der Verantwortung der NADA sein. Diese notwendige Professionalisierung der Anti-Doping-Arbeit dient dem Schutz der sauberen Athleten", sagte die Vorstandsvorsitzende Dr. Andrea Gotzmann. Mittlerweile haben 27 Verbände die Wettkampfkontrollen an die NADA übertragen.

Zentrale Rechtsgrundlage für die Anti-Doping-Arbeit im Sport sind der WADA- und NADA-Code. Die NADA hat die aktuelle WADA-Code-Revision aktiv unterstützt und ihre Vorschläge insbesondere zum Minderjährigen- und Datenschutz eingebracht. Der WADA-Code 2015 wird zudem den sog. "Intelligence und Investigations"-Bereich stärken, den die NADA mit ihrer Task Force bereits seit 2011 aktiv bearbeitet. 2013 ging die NADA 44 Hinweisen nach. Die nationale und internationale Vernetzung mit den staatlichen Ermittlungsbehörden und den Anti-Doping-Organisationen wurde intensiviert.

"Die NADA spricht sich zudem ausdrücklich dafür aus, die Dopingbekämpfung strafrechtlich zu stärken. Sie unterstützt die Einführung eines Anti-Doping-Gesetzes und fordert gleichzeitig die Stärkung der Sportgerichtsbarkeit", betonte Vorstandsmitglied Dr. Lars Mortsiefer. Es gibt aus Sicht der NADA kein "Entweder-Oder", das Strafrecht sollte die sportrechtliche Anti-Doping-Arbeit gerade bei der Verfolgung von Hintermännern sinnvoll ergänzen.

Mit ihrer Präventionsarbeit "Gemeinsam gegen Doping" erreicht die NADA zahlreiche Athleten und ihr Umfeld. International arbeitet Deutschland eng mit Österreich und der Schweiz zusammen. 2013 wurde gemeinsam das mobile Spiel "Born to Run" entwickelt. Über den Nationalen Dopingpräventionsplan steht seit kurzem eine Datenbank für Präventionsprojekte in Deutschland zur Vernetzung zahlreicher Präventionsaktivitäten zur Verfügung: www.dopingpraeventionsplan.de.

Die NADA hat die Initiative "ALLES GEBEN, NICHTS NEHMEN" gestartet und damit eine Plattform für alle geschaffen, die sich für sauberen Sport einsetzen. Mittel- und langfristig soll die NADA als Gütesiegel für den sauberen Sport in Deutschland etabliert werden. Die gesamtgesellschaftliche Verankerung der NADA und ihres Engagements für sauberen und ehrlichen Sport ist der Anspruch.

Die Finanzierung der NADA muss langfristig und nachhaltig gesichert sein, um die zukünftigen Aufgaben erfüllen zu können. Die Bundesregierung hat die Sicherstellung der nachhaltigen Finanzierung im Koalitionsvertrag festgehalten. Der Sport hat seine finanzielle Unterstützung der NADA ebenfalls erhöht. 2014 erhielt die NADA durch das Engagement der Firmen Otto Bock und adidas erstmals mehr als eine Million Euro aus der Wirtschaft. Ab 2015 wird ein jährliches Budget von zehn Millionen Euro, 8,1 Millionen Euro für das Kerngeschäft und 1,9 Millionen Euro für Analyse- und Forschungstätigkeit der beiden WADA-akkreditierten Labore in Köln und Kreischa, erforderlich sein.

Den Jahresbericht 2013 finden Sie unter www.nada.de/de/service-information/downloads/jahresberichte/ .
 
Den Mitschnitt der Pressekonferenz finden Sie hier.

Mehr zur Initiative erfahren Sie unter www.alles-geben-nichts-nehmen.de.
Datum: 04.06.2014
 
 
Datenbank für Dopingpräventionsaktivitäten geht online

Ab sofort gibt es eine Datenbank für Präventionsprojekte in Deutschland. Die Datenbank wurde im Rahmen des Nationalen Dopingpräventionsplans (NDPP) erstellt und ist über die URL www.dopingpraeventionsplan.de zugänglich.

Die Datenbank soll einen Überblick über laufende und geplante Maßnahmen und Projekte in der Dopingprävention ermöglichen. Netzwerkarbeit und Kooperationen sollen auf diese Weise gefördert und optimiert werden. Zudem zielt das Projekt auf die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung von Synergieeffekten. Die Datenbank ist für jeden frei zugänglich und es können nicht nur großangelegte Projekte sondern auch Veranstaltungen und kurzfristige Maßnahmen eingetragen werden.

Alle Akteure im Bereich der Dopingprävention sind aufgerufen, ihre Aktivitäten und Projekte in die Datenbank einzutragen. Die Steuerungsgruppe des NDPP setzt auf die Mitarbeit und die Erfahrungen der Nutzer, um auf diese Weise die Dopingprävention gemeinsam nach vorne zu bringen und die Koordination der Maßnahmen zu verbessern.

Der Nationale Dopingpräventionsplan ist eine im August 2009 vom Bundesministerium des Innern, den Vertretern der Länder, dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Stiftung Nationalen Anti Doping Agentur gegründete Initiative, welche das Ziel verfolgt, Präventionsmaßnahmen gegen Doping in den Strukturen des Sports möglichst systematisch auf der Grundlage eines abgestimmten Rahmenkonzepts nachhaltig zu verankern.
Datum: 03.06.2014
 
 
Erfahrungsaustausch mit staatlichen Ermittlungsbehörden, Laboren und NADA in Bonn

Am Dienstag waren die Vertreter der beiden Schwerpunktstaatsanwaltschaften aus München und Freiburg, des Bundeskriminalamtes (BKA), des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg, des Zollkriminalamtes (ZKA), der Zollfahndungsämter (ZFA), sowie der beiden WADA-akkreditierten Labore aus Köln und Kreischa zu einem Arbeitstreffen bei der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) in Bonn.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu intensivieren und den Erfahrungsaustausch zwischen den staatlichen Ermittlern und der NADA auszubauen. Ein gemeinsames Vorgehen erhöht die Effektivität der Anti-Doping-Arbeit. Für die NADA ist dieser Austausch insbesondere wichtig, um zielgerichtete Dopingkontrollen noch besser planen zu können. Thematisiert wurde zudem auch die Task Force-Arbeit der NADA sowie die Revision des WADA-Codes.
Datum: 20.05.2014
 
 
Erneut Oxilofrin und Amphetamin-ähnliche Substanzen in Nahrungsergänzungsmitteln entdeckt

Erneut fand das Zentrum für Präventive Doping Forschung der Deutschen Sporthochschule Köln ein mit Oxilofrin gefälschtes Nahrungsergänzungsmittel. Die Substanz war nicht auf der Zutatenliste deklariert. Oxilofrin gehört zur Substanzklasse 6b der WADA-Verbotsliste. Somit ist der Einsatz im Wettkampf verboten.

Bereits bei früheren Untersuchungen fand das Institut in verschiedenen Produkten Oxilofrin (Synonym u.a.: Methylsynephrin, Hydroxyephrin, Oxyephrin), aber auch weitere Stimulanzien wie Sibutramin und Methylhexanamin. Diese Produkte warben unter anderem mit extremen Fettabbau (Fatburner), einer Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit (Neuroenhancer) oder Motivationssteigerung (Pre-Training Formula). Oxilofrin war bei den meisten Produkten nicht auf der Zutatenliste deklariert.

Außerdem warnte die Australische Anti-Doping Agentur ASADA vor einem Energy Drink, der Amphetamin-ähnliche Substanzen enthalten kann. (http://www.canberratimes.com.au/act-news/energy-drink-dexaprine-xr-recalled-by-manufacturer-20140508-zr6ud.html  Hinweis: Koffein ist nicht auf der Verbotsliste)

Der Verzehr solcher Nahrungsergänzungsmittel oder Energy Drinks kann zu einem unabsichtlichen positiven Dopingbefund führen. Zudem ist mit gesundheitlichen Schädigungen zu rechnen. Die NADA warnt daher generell vor unreflektierter Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Die NADA rät, nur bei einer vom Arzt festgestellten defizitären Versorgung oder Mangelerscheinung unter ärztlicher Kontrolle oder ernährungswissenschaftlicher Beratung anstelle von Nahrungsergänzungsmitteln ausgewählte Präparate mit Arzneimittelzulassung einzusetzen, da für diese die Kontaminationsgefahr ausgeschlossen werden kann. Falls Nahrungsergänzungsmittel konsumiert werden, sollte zumindest überprüft werden, ob das gewünschte Produkt von einer unabhängigen Institution auf das Vorhandensein von verbotenen Substanzen getestet wurde oder eine Selbstauskunft des Herstellers zur Produktreinheit vorliegt. Die NADA unterstützt dabei auch mit ihrer App. Seit kurzem ist die "Kölner Liste" in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Rheinland integriert worden. Die "Kölner Liste" enthält Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln, die auf Dopingsubstanzen getestet wurden. All diese Aspekte tragen dazu bei, das durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vorhandene Doping-Risiko zu reduzieren, gänzlich auszuschließen ist es jedoch nicht.
Datum: 14.05.2014
  
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